Was tun nach einer Gehirnerschütterung?

Was tun nach einer Gehirnerschütterung?

Früher galt: nach einer Gehirnerschütterung („Commotio cerebri“) muss der Betroffene 3 Wochen im abgedunkelten Zimmer das Bett hüten.

Warum sollte das eigentlich heute  nicht mehr gelten? Vielleicht, weil wir weniger Zeit haben? Oder weil der Job ruft?

Was immer Sie tun, vergessen Sie diesen alten Grundsatz nicht und lassen Sie alles sehr viel langsamer und gelassener angehen, wenn Sie oder ein Familienmitglied eine Gehirnerschütterung erlitten haben.

Das erste Mittel, was sofort gegeben werden sollte (Sie können damit nichts falsch machen), ist Arnica C30. Später, wenn sich Folgen zeigen, etwa Lesestörungen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit oder andere Symptome, ist oft Hypericum C30 angezeigt.

Ich erinnere mich an eine Gehirnerschütterung, die ich selber hatte. Sie wurde vom Arzt nicht diagnostiziert, weil ich den Unfallhergang „so schön“ erzählen konnte.

Da aber das Gehirn betroffen war, erinnerte ich mich natürlich nicht daran, dass ich zwei mal kurz bewusstlos war. Das einzige Symptom, was ich hatte, war eine kurz blutende Kopfwunde und große Unruhe. Dazu kam die Unfähigkeit zu lesen und Appetitlosigkeit. (Die Leseschwierigkeit blieb übrigens, zum Leidwesen meiner Tochter, der ich deswegen nicht vorlesen konnte, 6 Monate bestehen. Der Augenarzt diagnostizierte sie klar als Folge einer Gehirnerschütterung.)

Die Unruhe am ersten Abend war aber auffällig, und ich dachte, ich trinke mal ein Glas Wein, dann werde ich schon ruhiger. Kaum hatte ich den ersten Schluck getrunken, sah ich in der Peripherie meines Sichtfeldes bunte Lichtstreifen. Jetzt rief ich doch meine Heilpraktiker-Freundin an. Sie fragte sofort „Hast du denn Arnica genommen?“ – was ich natürlich nicht hatte. Nach einer Gabe Arnica C30 verschwanden die bunten Lichter so schnell, wie sie gekommen waren.

„Wenn das Gehirn betroffen ist, kann man Dinge nicht mehr richtig beurteilen“ – dies wurde mir anhand dieser Erfahrung klar. Sehr interessant war für mich, die sekundenschnellen Reaktionen zu beobachten – sowohl das Auftachen der Lichtstreifen nach dem Schluck Wein, wie auch deren Verschwinden nach der Einnahme von Arnica.

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