Bachblüten

Die Bachblüten zeigen ihr ganzes Potential besonders bei emotionell schwierigen Situationen – wenn natürliche und gesunde Gefühle über das normale Maß hinaus bestehen bleiben und den Patienten bei seiner Weiterentwicklung stören. Eifersucht, Neid, geringes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Ängstlichkeit und viele andere Gefühle können besser eingeordnet werden und sind wieder lebensfördernd, statt lebensstörend.

Agrimony: Fassade, freundliches Lächeln um Gefühle zu verstecken (schützen), Angst, daß man so, wie man ist, nicht in Ordnung ist. Automatische Antwort auf die Frage „wie geht’s?“ ist immer „gut!“.

Positiver Leitsatz: „Ich finde Frieden in mir selbst.“

 

Aspen: Angst, Gefühl von drohendem Unheil, Grauen und Unsicherheitsgefühl vor etwas Ungewissem.

Positiver Leitsatz: „Ich habe einen Schutzengel. Mein Herz ist voller Zuversicht.“

 

Beech: Intoleranz. Man stört sich an Kleinigkeiten wie Lispeln, dem Geräusch, das z.B. der Partner beim Kauen macht. Festhängen an Äußerlichkeiten, die den Blick auf den Wert des anderen verstellen.

Positiver Leitsatz: „Ich blicke in den Spiegel: ich bin im anderen, und der andere in mir.“

 

Centaury: Aschenputtelmentalität – kann keine Bitte abschlagen, hält sich zuständig für alle Arbeiten (auch „niedere“), hat keinen Zweifel an seiner Dienstbarkeit, wird leicht ausgenutzt oder als „seelischer Mülleimer“ benutzt.

Positiver Leitsatz: „Ich wahre meine Persönlichkeit und trete für mich und meine Bedürfnisse ein.“

 

Cerato: vertraut seiner eigenen Intuition nicht genügend, muß viel um Rat fragen, läßt sich durch die Meinung anderer verunsichern, möchte Bestätigung durch sog. Autoritäten.

Positiver Leitsatz: „Ich achte auf meinen ersten Impuls.“

 

Cherry Plum: fühlt sich wie kurz vor dem Explodieren, „sitzt auf einem Pulverfaß“, hat Angst vor dem Verlust der Kontrolle, seelisch extrem gestaut, sodaß es zu unbeherrschten Temperaments- oder Wutausbrüchen kommen kann.

Positiver Leitsatz: „Ich lasse mich von meiner innersten Gewissheit führen – so kann mir nichts passieren.“

 

Chestnut Bud: Tendenz immer wieder dieselben, statt neuen, Fehler zu machen. Fällt immer wieder auf Ähnliches herein: beim Kaufen von Kleidern, beim Finden von Wegen, beim Suchen von potentiellen Partnern usw. Lernt nicht genügend aus gemachten Erfahrungen.

Positiver Leitsatz: „Jede Erfahrung ist eine Bereicherung, aus der ich lerne.“

 

Chicory: klassisches „Schwiegermuttermittel“ (auch bei anderen Personen, oder Kindern). Will im Zentrum stehen, alles muß sich um die eigene Person drehen, mischt sich in alles ein. Macht Bedingungen, wenn etwas von ihm verlangt wird („ich mache das nur, wenn…“).

Positiver Leitsatz: „Ich achte auf meine eigenen Grenzen und die der anderen.“

Clematis: Träumer, weit entfernt von der Realität. Manchmal bei emotionellen Schocks wirksam, wenn man fast in Ohnmacht fällt vor Angst, oder bei starker Verliebtheit, wenn man an nichts als an den geliebten Menschen denken kann, exzessives Phantasieren.

Positiver Leitsatz: „Ich bin wach. Meine Aufgabe liegt im konkreten Hier und Jetzt.“

 

Crab Apple: man fühlt sich unrein, unsauber, äußerlich oder innerlich beschmutzt. Starkes Reinlichkeitsbedürfnis, alles muß perfekt sein, ekelt sich schnell, auch vor sich selbst. Natürliche Körpervorgänge kommen einem schmutzig vor.

Positiver Leitsatz: „Mein wahrer Kern ist unantastbar.“

 

Elm: wenn einem eine Aufgabe wie ein drohender Berg vorkommt, den man möglicherweise nicht bewältigen kann. Auch als „psychologisches Riechsalz“ bezeichnet. Der unerschütterliche Held, der plötzlich klein, schwach und mutlos ist.

Positiver Leitsatz: „Ich vertraue, daß ich die Hilfe bekomme, die ich brauche.“

 

Gentian: leicht entmutigt, verzagt, traut sich an Aufgaben nicht heran, pessimistische Haltung, erwartet nicht, „daß es diesmal klappt“. Nach Mißerfolgen, z.B. bei Kindern, oder auch sog. sexuellen Mißerfolgen, um die Hürde beim nächsten Mal entspannt und optimistisch nehmen zu können.

Positiver Leitsatz: „Auch Widrigkeiten haben ihren Sinn. Ich lerne aus ihnen und nehme meine Hürden mit Leichtigkeit.“

 

Gorse: total verzweifelt, am Ende seiner Kräfte. Deprimiert und resigniert, erwartet wenn dann noch Hilfe von außen – versucht aber von selbst nichts mehr, um seine Situtation zu verbessern.

Positiver Leitsatz: „Mit der Hoffnung kommt die Heilung.“

 

Heather: Haltung eines bedürftigen Kleinkindes, wenn man nicht genügend emotionelle Nahrung bekommen hat. Kompensiert seinen Mangel durch Leistung. Bedürfnis, viel über sich und seine Lage, auch seine Krankheiten zu erzählen, oft auch ganz fremden Menschen.

Positiver Leitsatz: „Ich bin in mir selbst geborgen.“

 

Holly: hilft beim Umgang mit starken negativen Gefühlen wie Neid, Haß, Eifersucht, Mißtrauen. Bei Holly geht es darum, welchen Schaden und Schmerz diese Gefühle beim Patienten selbst anrichten – nicht um den, den sie bei anderen anrichten. Der Stachel im eigenen Herzen, der so wehtut.

Positiver Leitsatz: „Ich öffne mein Herz und lasse voll Vertrauen los.“

Honeysuckle: Sehnsucht nach Vergangenem – der Kindheit, der ersten Liebe, „der guten alten Zeit“. Dadurch nicht wirklich in der Gegenwart verankert, nimmt nicht richtig am Leben teil, Nostalgie. Entwickelt sich nicht weiter, weil innerlich an Vergangenem gehangen wird.

Positiver Leitsatz: „Alles fließt. Ich bin im Hier und Jetzt richtig.“

 

Hornbeam: Müdigkeit durch Routine, Langeweile. Die Eintönigkeit macht erschöpft und lustlos. Wenn man eine „kühle Dusche“ auf der Mentalebene braucht um sich frisch und lebendig zu fühlen.

Positiver Leitsatz: „Ich erfülle meine Aufgabe mit Liebe.“

 

Impatiens: Ungeduld und Unruhe, alles geht zu langsam, es fällt einem schwer, zu warten, bis andere in ihrem eigenen Tempo fertig sind (z.B. bis das kleine Kind seine Sachen selbst aufgeräumt, oder sich die Schuhe angezogen hat), macht deshalb alles „am besten“ selber.

Positiver Leitsatz: „Ich gestehe mir und anderen die Zeit zu, die wir brauchen.“

 

Larch: erwartet, daß etwas nicht klappt durch Mangel an Selbstvertrauen, Minderwertigkeitskomplexe. Schiebt Gründe, auch gesundheitliche, vor, warum man etwas nicht machen kann („Kopfschmerzen“ um der Intimität auszuweichen), traut sich nichts zu.

Positiver Leitsatz: „Ich kann es. Ich will es. Ich tue es.“

 

Mimulus: Angst vor Konkretem (wie einer bestimmten Krankheit, dem Zahnarzt, schwarzen Hunden, oder einer bestimmten Situation, die auf einen zukommt). Allgemeine Überempfindlichkeit und Ängstlichkeit und Scheu.

Positiver Leitsatz: „Ich bin von Mut und Kraft erfüllt. Ich bin in Sicherheit.“

Mustard: Traurigkeit, die „ohne Grund“ kommt und sich wie eine schwarze Wolke über einen senkt. Tiefe Melancholie, die man nicht überspielen kann. Ausloten der Tiefe der eigenen Seele.

Positiver Leitsatz: „Tief im Schmerz ist Erkenntnis, ist Licht.“

 

Oak: arbeitet sich auf – eine Form von Tapferkeit und Beständigkeit, die auch vor dem eigenen Wohl nicht haltmacht. Gefühl von Verpflichtung, nicht Berufung für seine Tätigkeit. Gibt nie auf.

Positiver Leitsatz: „Ich schaffe es und arbeite mit Freude.“

 

Olive: echte körperliche, seelische und geistige Erschöpfung, innerer Offenbarungseid, burn-out. Weint vor Erschöpfung. Kleinste Aufgaben sind „zu anstrengend“ und man kann sich nicht dazu aufraffen.

Positiver Leitsatz: „Ich erkenne die Bedürfnisse meines Körpers an und bitte um Kraft.“

 

Pine: fühlt sich schuldig, die Grundhaltung ist das Gefühl, an etwas schuld zu sein. Entschuldigt sich sozusagen für seine eigene Existenz. Oft kombiniert mit moralischer Einfärbung – sieht den Wunsch nach Sex als schuldhaft, unbewußtes Erwarten von unausweichlicher Strafe für begangene „Sünden“.

Positiver Leitsatz: „Ich werde geführt. Jeder Schritt ist eine Erfahrung, die mich näher zur Erlösung bringt.“

Red Chestnut: übertriebene Sorge um andere. Angst, einer anderen Person könnte etwas zustoßen, hat keine Ruhe, wenn die Kinder bei jemand anderem sind, sorgt sich übertrieben um die alleinlebende Mutter, kann sich nicht entspannen aus Sorge.

Positiver Leitsatz: „Ich vertraue meine Liebsten ihrem eigenen Weg an.“

 

Rock Rose: sehr extreme Angstzustände, Terrorgefühle, Panik. Bei Kindern, die aus Alpträumen aufwachen. Fühlt sich ausgeliefert, furchtbare Angst.

Positiver Leitsatz: „Ich bin mehr als mein Körper. Ich bin in Gottes Hand.“

 

Rock Water: zu hart zu sich selbst. Unterwirft sich zu strengen, lieblosen Regeln und Gesetzen. Das können kirchliche oder moralisch-ethische Regeln sein, aber auch gesundheitliche Vorgaben, die einen unflexibel und so unlebendig machen: Tagesablauf, Ernährung usw. betreffend.

Positiver Leitsatz: „Ich lasse mich vom Lebensstrom tragen und bin aufgehoben in ihm.“

 

Scleranthus: kann sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten nicht entscheiden, springt unschlüssig immer wieder hin und her. Wechselt die Meinung schnell, schwankt zwischen himmelhochjauchzenden und zu Tode betrübten Gedanken und Gefühlen.

Positiver Leitsatz: „Ich bleibe immer in Verbindung mit meiner eigenen Mitte.“

Star of Bethlehem: Zustand nach schockierenden oder traumatischen Erlebnissen – egal ob kürzlich oder vor vielen Jahren geschehen. Wenn Schock-Eindrücke im Körper gespeichert sind und man innerlich immer noch im Alarm-Zustand ist. Tröstend und Angst besänftigend.

Positiver Leitsatz: „Mein Kopf ist hell und klar, mein Herz strahlt Frieden aus.“

 

Sweet Chestnut: wenn man auch sagen könnte „Sweet Jesus!“ – in tiefster Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Innerlich am Ende, wenn man jetzt wirklich nicht mehr weiter weiß. Seelischer Ausnahme-Zustand, „dunkle Nacht der Seele“.

Positiver Leitsatz: „Vor dem Tag kommt die Nacht. Ich sehe die Morgendämmerung.“

 

Vervain: man steht wie unter Strom – handelt, spricht, denkt beschleunigt, die Sprechweise erinnert manchmal an ein Maschingewehr. Missionarisch beseelt von etwas, was man an andere vermitteln möchte, übt Druck aus vor Übereifer. Dabei gereizt und nervös, „geht auf dem Zahnfleisch“.

Positiver Leitsatz: „Ich bin ein Gefäß für höhere Kräfte und überlasse mich meiner inneren Führung.“

 

Vine: tyrannisches Verhalten, zu hart z.B. in der Erziehung von Kindern oder Tieren – herzlos in der Überzeugung, mit der „Abhärtung“ Gutes zu tun. Bewusstes Angstmachen um seine Zwecke zu erreichen, geht über Leichen.

Positiver Leitsatz: „Ich bin so einzigartig wie alle anderen auch. Alle verdienen Erbarmen.“

 

Walnut: eine äußerliche Veränderung (Umzug, neuer Job, Einschulung, Zurechtfinden mit einer neu eingetretenen Einschränkung oder Behinderung) ist innerlich nicht ganz nachvollzogen worden – „der zweite Fuß ist noch nicht nachgekommen. Um ganz in einer neuen Situation anzukommen.

Positiver Leitsatz: „Ich lasse mich vertrauensvoll führen und halte durch.“

Water Violet: steht wie auf einem innerlichen Podest – entfernt und unnahbar vom richtigen Leben, aber weiß nicht, wie er heruntersteigen kann. Möchte teilnehmen aber wirkt arrogant und überheblich. Innerliche Reserviertheit, Isolation.

Positiver Leitsatz: „Ich bin durch Liebe, Demut und Weisheit verbunden und in den Dienst aller gestellt.“

 

White Chestnut: die Gedanken drehen sich im Kreis, man weiß nicht, wie man aus dem Hamsterrad entkommen kann. Schlaflos durch Gedankenzudrang und Sorgen. Kann aus den inneren Selbstgesprächen nicht aussteigen.

Positiver Leitsatz: „Ruhe durchströmt mich.“

 

Wild Oat: vor lauter Begabungen und Möglichkeiten sieht man seinen Weg und seine eigentliche Bestimmung nicht. Kann sich nicht auf etwas Bestimmtes festlegen, aus Angst vor den Konsequenzen. Verzagt und unzufrieden deswegen.

Positiver Leitsatz: „Ich vertraue auf meine innere Führung und handle im richtigen Augenblick.“

 

Wild Rose: apathisch, antriebslos, resigniert. Hält eine Verbesserung seiner Situation nicht mehr für möglich und versucht auch nichts mehr dafür. Hält diesen Zustand für normal. Fügt sich in sein Schicksal ohne Widerspruch.

Positiver Leitsatz: „Mir steht ein glückliches und erfülltes Leben zu.“

 

Willow: verbittert, innerer Groll. „Ist nur zufrieden, wenn alles negativ ist“. Schuld sind die anderen, man ist Opfer seiner Umstände und seines Schicksals. Schwelende Wut, die nie explodiert, die Gefühle sind mehr nach innen gerichtet.

Positiver Leitsatz: „Jetzt nehme ich mein Leben und mein Glück selbst in die Hand.“

Rescue: bekannte Bachblüten-Kombination für Notfall-Situationen, wenn der Schreck oder Schock „einem den Atem nimmt“, um innerlich flexibel auf schlimme Eindrücke reagieren zu können. Ein „Notfall“ in diesem Sinne ist sowohl ein gerade überstandener Autounfall, wie auch ein unangenehmer Telefonanruf, oder die Unverfrorenheit von Mitmenschen. Auch bei Kindern nach einem brutalen Film o. ä.

Bevorstehende Veranstaltungen

Okt
31
Sa
ganztägig Am Familienstammbaum rütteln – S... @ Kloster Vinnenberg
Am Familienstammbaum rütteln – S... @ Kloster Vinnenberg
Okt 31 – Nov 1 ganztägig
SystemAufstellungen                                                                    Abendgruppen und Wochenend-Seminare in Kloster Vinnenberg Jeder von uns kommt aus einer Familie, die uns bestimmte Möglichkeiten und Beschränkungen vorgibt. Einige unserer Reaktions- und Verhaltensweisen haben wir dort gelernt, andere haben wir einfach. Mittlerweile ist bekannt, dass traumatische Erlebnisse auch im Erbgut Spuren hinterlassen und weitergegeben werden können. Die systemische Aufstellungsarbeit verändert den Blickwinkel: wenn ich aus einer anderen Richtung auf ein Geschehen blicke, sehe ich etwas anderes. Diese Vorgehensweise, die mehr auf dem Fühlen als auf dem DenkenRead More